Ist Amazon das bessere Google?

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Das Thema E-Book steht bei Bloggern nicht unbedingt im Fokus der Aufmerksamkeit. Dabei können E-Books nicht nur die Reputation von Blogs erhöhen, sondern auch Einnahmequelle für Blogger sein. Beim 8. DJV Blogger- und Onlinerstammtisch #bloggerdd kamen am 28. September 2017 neun Blogger, Journalisten, PR-Leute sowie ein Buchautor im Sozialwerk des DJV Sachsen zusammen, um sich dazu auszutauschen. Als Gastblogger war der Internet und PR-Berater Sammy Zimmermanns aus Dresden eingeladen, der in seinem Impulsvortrag Erfahrungswerte weitergab und erklärte, wie man Bloginhalte unkompliziert ins E-Bookformat überträgt und bei Amazon einstellt.

Sammy Zimmermanns hat aus seinen Blogs schon mehrere E-Books zu ganz verschiedenen Themen generiert. „Vom Bloggen allein leben wird immer schwieriger, außerdem nimmt die Auffindbarkeit von Blogs zunehmend ab“, sagte er zum Einstieg. Zwar habe er anfangs Hemmungen gehabt, Bloginhalte, die frei im Internet zu finden sind, als E-Book zu verkaufen. Jedoch könne man so am Ende langjährig gesammelte Inhalte übersichtlich bündeln und dem Leser damit allerhand Suchaufwand ersparen.

Da Dienste wie Amazon längst auch wie Suchmaschinen genutzt würden, seien die Inhalte zudem für Fremde leichter zugänglich, denn der Amazon-Algorithmus scheint erfolgreichen Autoren gewogener als Google. Das Kindle-System macht den Einstieg für Anfänger auch technisch leicht, wobei Amazon natürlich Exklusivität belohnt. Amazon-Primekunden bekämen die E-Books zudem kostenfrei, was den Markt für Autoren noch attraktiver macht (sie werden auch für jedes an Primekunden verliehene Buch bezahlt). Die Firmen-Philosophie ist natürlich nicht jedermanns Sache, praktisch aber allemal. WordPressnutzern empfiehlt Sammy Zimmermans das Plugin Anthologize, mit dem man Bloginhalte fürs E-Book schnell sortieren und in Kapitel einteilen kann.

Die Diskussion im Anschluss war so angeregt und lebendig wie lange nicht beim Bloggerstammtisch. Zu den Anwesenden gehörten neben einer Musik– und einer Elternbloggerin auch Birgit von Livona, Nadine von Campusrauschen, eine Buchrezensentin, ein Marketingfachmann sowie der Dresdner E-Book-Autor Stefan Krell, der ebenfalls Erfahrungswerte mit in die Runde geben konnte. Er riet beispielsweise dazu, die Preise für E-Books nicht zu hoch anzusetzen, da dann deutlich mehr Bücher gekauft würden – und so der Umsatz steige.

Insgesamt zeigte sich, dass das Thema E-Book nicht allein für Blogger und Autoren interessant ist, sondern auch als Marketinginstrument für Unternehmer und Journalisten dienen kann. Diese Form des Selfpublishings ist leicht zu realisieren (laut Sammy Zimmermanns dauert es etwa einen halben Tag, das Schwierigste ist die Erstellung des Covers) und kann gut als Werbemittel eingesetzt werden, als Kundengeschenk oder die etwas andere Visitenkarte. Denn E-Books kann man auch „on demand“ als Druckversion bestellen – und dann weitergeben.

Der nächste DJV-Bloggerstammtisch findet am 2. November 2017 in Dresden statt, dann geht es ums Thema „Social Media“. Weitere Details werden zeitnah bekannt gegeben.

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